Igelhäuser - Spendenprojekt an GS Frauenaurach
Für unser Igelhausprojekt haben wir Bausätze vorbereitet, mit denen die Kinder eigene Igelhäuser bauen konnten. Dabei war uns Nachhaltigkeit besonders wichtig: Ein Teil der Materialien stammte aus alten Vollholzmöbeln, die wir als Wände und Dächer für die Igelhäuser wiederverwendet haben. So konnten aus aussortierten Möbeln neue, sinnvolle Lebensräume für Tiere entstehen.
Beim Zuschnitt der einzelnen Bauteile wurde ich von Gerhard Grosch aus Kriegenbrunn unterstützt, der die Bausätze gemeinsam mit mir in seiner Schreinerei zugesägt hat.
Der eigentliche Bau der Igelhäuser fand anschließend im Werkunterricht der vierten Klasse an der Grundschule Frauenaurach statt. Über zwei Wochen hinweg wurde jeweils in zwei Doppelstunden an den Projekten gearbeitet. Ich habe aktiv am Werkunterricht teilgenommen, eigenes Werkzeug mitgebracht und die Kinder während des gesamten Bauprozesses unterstützt und begleitet.
Gearbeitet wurde in Zweiergruppen, sodass immer zwei Kinder gemeinsam ein Igelhaus gebaut haben. Nach dem Ausschneiden der Eingänge konnten die Häuser zusammengeschraubt werden. Sobald der Rohbau fertig war, begann die kreative Phase: Die Kinder durften ihre Igelhäuser frei nach ihren eigenen Vorstellungen verzieren und gestalten. Dabei entstanden viele individuelle und liebevoll gestaltete Unikate.
In der dritten Woche sammelten die Kinder das Material für das Innenleben der Igelhäuser. Verwendet wurden ausschließlich trockenes Laub und Moos, damit die Häuser gut isoliert und gleichzeitig trocken bleiben. Ein Teil der fertigen Igelhäuser wurde anschließend direkt auf dem Schulgelände aufgestellt, sodass dort neue geschützte Rückzugsorte für Igel entstanden sind.
Sowohl die Kinder als auch ich hatten während des gesamten Projekts sehr viel Spaß. Es war schön zu sehen, mit wie viel Begeisterung, Kreativität und Engagement die Kinder bei der Sache waren. Das Projekt hat handwerkliches Arbeiten, Teamarbeit, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit auf eine sehr schöne Weise miteinander verbunden und war für alle Beteiligten eine rundum gelungene Erfahrung.
Grundlegendes zu Igeln:
Warum Igel unsere Unterstützung brauchen
Der Igel gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Wildtieren in Deutschland. Viele von uns haben ihn schon einmal im Garten, auf einer Wiese oder in der Nähe von Hecken gesehen. Doch so vertraut er uns auch erscheint, der Igel hat es in unserer heutigen Zeit nicht leicht. Besonders in stark bebauten Gebieten stößt er auf immer größere Probleme und ist auf unsere Hilfe angewiesen.
Lebensräume verschwinden
Früher fanden Igel in naturnahen Gärten, ungenutzten Grünflächen und Feldrändern genügend Verstecke, Nahrung und Überwinterungsmöglichkeiten. Heute verschwinden viele dieser Rückzugsorte. Immer mehr Flächen werden bebaut, versiegelt oder so stark gepflegt, dass kaum noch Laubhaufen, Hecken oder wilde Ecken übrigbleiben. Für den Igel bedeutet das: weniger Nahrung, weniger Schutz und weniger sichere Plätze für seinen Winterschlaf.
Gefahr im Straßenverkehr
Eine weitere große Gefahr sind unsere Straßen. Igel legen in der Nacht oft mehrere Kilometer zurück, um Futter zu suchen. Dabei müssen sie immer wieder Straßen überqueren, mit fatalen Folgen: Jedes Jahr werden unzählige Igel überfahren. Ihre Population leidet stark darunter, und jedes Tier, das verloren geht, fehlt dem natürlichen Gleichgewicht in unserer Umwelt.
Unterstützung durch uns Menschen
Trotz all dieser Schwierigkeiten gibt es auch eine gute Nachricht: Jeder von uns kann den Igeln helfen. Schon kleine Maßnahmen können viel bewirken, sei es durch einen naturnahen Garten, offene Durchgänge im Gartenzaun, den Verzicht auf giftige Pflanzenschutzmittel oder das Anlegen von Laub- und Totholzhaufen. Besonders wirkungsvoll sind jedoch speziell gebaute Igelhäuser, die den Tieren Schutz vor Feinden, schlechtem Wetter und einen sicheren Platz für den Winterschlaf bieten


















